Archiv


Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 18.03.2017



Pressemeldung im Cicerone Spezial vom 11.02.2017


11.2.2017, Evang. Gemeindehaus, 15 Uhr

Weltgästeführertag:
Reformen – Zeit für Veränderung


Welche Veränderungen brachte die Reformation
für die Frauen aus der Zeit mit sich?

Burghauser Gästeführerinnen lassen Zeitzeuginnen sprechen

Burghausen. Eine interessante Reise in die Vergangenheit erlebten die Besucher im evangelischen Gemeindehaus: Der Burghauser Gästeführerverein hatte zum Weltgästeführertag eingeladen. Denn an diesem Tag erarbeiten die teilnehmenden Gästeführervereine zu einem jährlich neu vorgegebenen Thema eine Aktion, an der interessierte Besucher kostenlos teilnehmen können. Das diesjährige Motto: „Reform – Zeit für Veränderung“ wurde von den Burghauser Gästeführerinnen szenisch interpretiert.

Irmi Polzer hatte die Rolle der Moderatorin und führte ins Thema ein: Anhand des Begriffs „Bildung“ veranschaulichte sie in verschiedenen Episoden der Burghauser Geschichte, wie stark sich dieser Begriff im Lauf der Jahrhunderte verändert hatte. Sie kam schließlich im 16. Jahrhundert an und thematisierte den Zusammenhang von Bildung und Freiheit im Denken. Bildung, Buchdruck, Veröffentlichungen in deutscher Sprache, das gab Anfang des 16. Jahrhunderts den Menschen die Möglichkeit, sich zu informieren und aktiv zu werden und war Voraussetzung für eine Kritik an den Zuständen in der Kirche.
Damit war die Überleitung gefunden zu zwei „Zeitzeuginnen“, die Pamela Fassoth-Wührer als Argula von Grumbach und Elena Boltos als Katarina von Bora beredt und anschaulich zum Leben erweckten. Da erfuhr man von Argulas Jugend als Kammerfrau am Wittelsbacher Hof im München, von ihrer standesgemäßen Heirat, den Lebensumständen und ihre Anteilnahme an den Geschehnissen um den jungen Magister Arsacius Seehofer, der sich mit seiner Begeisterung für die Lehren des Thüringer Professors Dr. Martin Luther in der Universitätsstadt Ingolstadt in arge Bedrängnis gebracht hatte. Ganz in der Rolle, ließ Fassoth-Wührer die bayerische Adlige über ihre Kindheit berichten: Schon als 10-Jährige hatte die bayerische Adlige die Bibel, die ihr der Vater in einer deutschen Übersetzung geschenkt hatte, genau studiert. Die Zuhörer erfuhren, dass ihr die Thesen Luthers z.B. vom alleinigen Maßstab der Heiligen Schrift für Glaubensdinge, (das berühmte „sola scriptura“ aus der Rechtfertigungslehre), oder, dass jeder Christenmensch schon von Geburt an und ohne Vermittlung durch eine Institution in der Gnade Gottes sei, sofort einleuchteten, und dies ermutigte die 31-jährige Mutter von vier Kindern, zur „causa Seehofer“ einen offenen Brief an die Theologen der Universität Ingolstadt zu schreiben. Sie erzählte weiter ganz offen über die schlimmen Folgen dieser Aktion, die weniger sie selbst – als Frau, die man nicht ernst nehmen musste – als vielmehr ihren Ehemann betroffen hatten, und die zu Zwist und Mittellosigkeit führten. Elena Boltos erweckte ihrerseits Katarina von Bora zum Leben, sie erzählte über die Kindheit in Thüringen, das Leben im Kloster, wo sie erstaunlicherweise als Nonne mit den Schriften Luthers in Berührung gekommen war. Dessen Postulat, dass es in der Glaubensausübung keinerlei Zwang geben dürfe, ließ in ihr den Entschluss reifen, das Kloster zu verlassen, was ihr mit Luthers Hilfe auch gelang. Sie erzählte nüchtern, wie sehr sich ihr Leben besonders dann nach ihrer Heirat mit der mächtigen Persönlichkeit Martin Luther verändert hatte, denn sie war es, die sich um den Lebensunterhalt der Familie kümmern musste. Aber sie war erfinderisch und eine gute Wirtschafterin, das hatte sie im Kloster gelernt, und gründete eine der ersten „Bursen“, die Vorgänger der heutigen Studentenwohnheime. Das Bild von der Reformationszeit ergänzte Astrid Dornberger, die einen Brief Erasmus’ von Rotterdam vortrug, in dem er zur gängigen Marienverehrung Stellung nahm. Kaffee und Kuchen rundeten den Samstagnachmittag ab, die Spenden dafür gingen an ein Projekt der evangelischen Kirche im Dekanat Traunstein. rsa

Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 09.02.2017



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.12.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.10.2016



Pressemeldung im InnSalzachKurier vom 14.04.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 13.04.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 26.03.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 24.03.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 08.03.2016



Pressemeldung im Cicerone Spezial vom Februar 2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 15.02.2016



Pressemeldung im InnSalzachKurier vom 04.02.2016



Zahlreiche Besucher bei den Führungen zum Weltgästeführertag 2015

Bei strahlendem Sonnenschein fanden im Februar anlässlich des Weltgästeführertages zwei Gästeführungen zum Motto "Steine" in Burghausen statt. Dieses Motto ist in ganz Deutschland vom Bundesverband der Gästeführer Deutschland (BVGD) vorgegeben und es haben sich heuer wieder 94 Mitgliedsvereine aus dem ganzen Bundesgebiet daran beteiligt.

So auch der Burghauser Gästeführer e.V. mit einer Führung am Vormittag über den "Burghauser Panoramaweg". Hier konnten 26 Gäste von den Gästeführern Ernst Mittermeier und Hannelore Gruber begrüsst werden. Am Nachmittag gab Wolfgang Hopfgarnter in Raitenhaslach in der Klosterkirche und anschließend anhand seiner eindrücklichen privaten Steinesammlung vor 55 Gästen eine "steinreiche" Führung. Erstmals gab es heuer eine Kooperation mit dem Tittmoninger Gästeführerverein, wo die Führung zum Thema Steine am Sonntagnachmittag angeboten wurde. Durch diese Zusammenarbeit und die gemeinsamen Werbeaktionen konnten in Burghausen sogar Gäste aus Salzburg und Umgebung, Laufen und Oberndorf begrüsst werden.

Die Führungen beim Weltgästeführertag sind grundsätzlich kostenlos und sollen auf die umfangreichen Angebote und das große Wissen der Gästeführer in den einzelnen Teilnehmerorten aufmerksam machen. Allerdings darf man gerne zu Spenden für einen wohltätigen Zweck aufrufen und die Burghauser Gästeführer baten um Spenden für "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge", welche in Burghausen im Jugendgästehaus des Berufsbildungswerkes wohnen. 250€ wurden bereitwillig in die Sammelbox gegeben, das erfreute die Gästeführer und die Betreuer der Jugendlichen sehr, als die Spende jetzt persönlich überbracht wurde. Träger dieser Einrichtung des Jugendgästehauses des Berufsbildungswerkes ist die gemeinnützige "Dussmann KulturKindergarten GmbH" und es leben dort zur Zeit 8 unbegleitete minderjährige Jugendliche.


Weltgaestefuehrertag2015

Spendenübergabe (von links nach rechts):
Margret Schwiebacher (Vorsitzende Burghauser Gästeführer) Angelika Jilg und Jutta Öhler (Organisation WGFT), Faisal A.M. und Angela Umhau (Sozialpädagogin Jugendgästehaus)
Foto: Hannelore Gruber


Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 28.05.2015



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 10.12.2014



Pressemeldung im Wochenblatt vom 18.06.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 01.04.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.03.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 28.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 23.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 22.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 15.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.05.2013



Pressemeldung im Internet von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH vom 26.01.2012



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 18.10.2010 und im Cicerone Spezial