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Nachbericht zum Weltgästeführertag 2018


24.02.2018, Burghausen

Den reichen Herzögen sei Dank – 308 € für "Frauen helfen Frauen e.V."

Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Burghauser Gästeführer am Weltgästeführertag, an dem viele Guides weltweit Besucher kostenfrei unterhalten und Spenden für einen guten Zweck sammeln. 2018 stand die Veranstaltung deutschlandweit unter dem Motto "Menschen, die Geschichte schrieben". In Burghausen fiel die Wahl auf die drei reichen niederbayerischen Herzöge – Heinrich, Ludwig und Georg, die unsere Stadt nachhaltig geprägt hatten.
Bei Sonnenschein und eisigem Wind führten am vergangenen Samstag zwei Hofdamen im historischen Gewand (dargestellt von Irmi Polzer und Hannelore Gruber) ca. 60 Gäste über die Burg. Sie erzählten aus dem Leben von drei Wittelsbacher Herzögen – vom Großvater bis zum Enkelsohn, drei Generationen Macht und Pracht in Burghausen.
Anschließend konnten sich die Gäste in der Torwartstube auf der Hauptburg aufwärmen, die Herr Heinz Donner (Bayerische Seen- und Schlösserverwaltung) den Burghauser Gästeführern eigens für diesen Nachmittag zur Verfügung stellte. Bei heißem Punsch vom Brennstüberl Geistreich hatten die Gäste Gelegenheit, ihre Eindrücke auszutauschen und ihren Führerinnen sowie anderen dort anwesenden Damen und Mägden (ebenfalls dargestellt von Burghauser Gästeführern) Fragen zu stellen.

Dabei kamen Spenden in Höhe von 308 € zusammen, die in diesem Jahr für "Frauen helfen Frauen e.V." bestimmt sind.

Die Burghauser Gästeführer bedanken sich herzlich bei allen Spendern, bei Herrn Heinz Donner für die freundliche Unterstützung und bei Brennstüberl Geistreich für den Punsch.

Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 18.03.2017



Pressemeldung im Cicerone Spezial vom 11.02.2017


11.2.2017, Evang. Gemeindehaus, 15 Uhr

Weltgästeführertag:
Reformen – Zeit für Veränderung


Welche Veränderungen brachte die Reformation
für die Frauen aus der Zeit mit sich?

Burghauser Gästeführerinnen lassen Zeitzeuginnen sprechen

Burghausen. Eine interessante Reise in die Vergangenheit erlebten die Besucher im evangelischen Gemeindehaus: Der Burghauser Gästeführerverein hatte zum Weltgästeführertag eingeladen. Denn an diesem Tag erarbeiten die teilnehmenden Gästeführervereine zu einem jährlich neu vorgegebenen Thema eine Aktion, an der interessierte Besucher kostenlos teilnehmen können. Das diesjährige Motto: „Reform – Zeit für Veränderung“ wurde von den Burghauser Gästeführerinnen szenisch interpretiert.

Irmi Polzer hatte die Rolle der Moderatorin und führte ins Thema ein: Anhand des Begriffs „Bildung“ veranschaulichte sie in verschiedenen Episoden der Burghauser Geschichte, wie stark sich dieser Begriff im Lauf der Jahrhunderte verändert hatte. Sie kam schließlich im 16. Jahrhundert an und thematisierte den Zusammenhang von Bildung und Freiheit im Denken. Bildung, Buchdruck, Veröffentlichungen in deutscher Sprache, das gab Anfang des 16. Jahrhunderts den Menschen die Möglichkeit, sich zu informieren und aktiv zu werden und war Voraussetzung für eine Kritik an den Zuständen in der Kirche.
Damit war die Überleitung gefunden zu zwei „Zeitzeuginnen“, die Pamela Fassoth-Wührer als Argula von Grumbach und Elena Boltos als Katarina von Bora beredt und anschaulich zum Leben erweckten. Da erfuhr man von Argulas Jugend als Kammerfrau am Wittelsbacher Hof im München, von ihrer standesgemäßen Heirat, den Lebensumständen und ihre Anteilnahme an den Geschehnissen um den jungen Magister Arsacius Seehofer, der sich mit seiner Begeisterung für die Lehren des Thüringer Professors Dr. Martin Luther in der Universitätsstadt Ingolstadt in arge Bedrängnis gebracht hatte. Ganz in der Rolle, ließ Fassoth-Wührer die bayerische Adlige über ihre Kindheit berichten: Schon als 10-Jährige hatte die bayerische Adlige die Bibel, die ihr der Vater in einer deutschen Übersetzung geschenkt hatte, genau studiert. Die Zuhörer erfuhren, dass ihr die Thesen Luthers z.B. vom alleinigen Maßstab der Heiligen Schrift für Glaubensdinge, (das berühmte „sola scriptura“ aus der Rechtfertigungslehre), oder, dass jeder Christenmensch schon von Geburt an und ohne Vermittlung durch eine Institution in der Gnade Gottes sei, sofort einleuchteten, und dies ermutigte die 31-jährige Mutter von vier Kindern, zur „causa Seehofer“ einen offenen Brief an die Theologen der Universität Ingolstadt zu schreiben. Sie erzählte weiter ganz offen über die schlimmen Folgen dieser Aktion, die weniger sie selbst – als Frau, die man nicht ernst nehmen musste – als vielmehr ihren Ehemann betroffen hatten, und die zu Zwist und Mittellosigkeit führten. Elena Boltos erweckte ihrerseits Katarina von Bora zum Leben, sie erzählte über die Kindheit in Thüringen, das Leben im Kloster, wo sie erstaunlicherweise als Nonne mit den Schriften Luthers in Berührung gekommen war. Dessen Postulat, dass es in der Glaubensausübung keinerlei Zwang geben dürfe, ließ in ihr den Entschluss reifen, das Kloster zu verlassen, was ihr mit Luthers Hilfe auch gelang. Sie erzählte nüchtern, wie sehr sich ihr Leben besonders dann nach ihrer Heirat mit der mächtigen Persönlichkeit Martin Luther verändert hatte, denn sie war es, die sich um den Lebensunterhalt der Familie kümmern musste. Aber sie war erfinderisch und eine gute Wirtschafterin, das hatte sie im Kloster gelernt, und gründete eine der ersten „Bursen“, die Vorgänger der heutigen Studentenwohnheime. Das Bild von der Reformationszeit ergänzte Astrid Dornberger, die einen Brief Erasmus’ von Rotterdam vortrug, in dem er zur gängigen Marienverehrung Stellung nahm. Kaffee und Kuchen rundeten den Samstagnachmittag ab, die Spenden dafür gingen an ein Projekt der evangelischen Kirche im Dekanat Traunstein. rsa

Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 09.02.2017



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.12.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.10.2016



Pressemeldung im InnSalzachKurier vom 14.04.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 13.04.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 26.03.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 24.03.2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 08.03.2016



Erster Deutscher Gästeführertag und Jahreshauptversammlung in Hamburg vom 27. - 28. Februar 2016


„Hamburg ist immer eine Reise wert“ – das kann eine Delegation von vier Vorstandsmitgliedern des Burghauser Gästeführerverein e.V. nur bestätigen.

Erstmals wurde heuer der JHV des BVGD (Bundesverband Gästeführer Deutschland) der erste Deutsche Gästeführertag vorgeschaltet. Für die Organisation des Rahmenprogramms und der Tagung waren in diesem Jahr die Hamburger Gästeführer zuständig.

Leider kam heuer ein – für eine Burghauser Kollegin wichtiges – BVGD-Kompaktseminar für die Gästeführerausbildung nach DIN-EN-Standard, mangels Teilnehmer, nicht zustande.

Der erste Deutsche Gästeführertag, ein neues Forum, in dem sich qualifizierte Gästeführer und andere Dienstleister im Incoming-Tourismus fachlich austauschen können, stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Kulturen verbinden“.


Stadtführung durch Hamburgs Innenstadt

Der Senat der Stadt Hamburg beim Empfang

Es ging los am Freitag, 26. Februar, mit der Registrierung und der Ausgabe der Tagungsunterlagen. Nach den Stadtrundgängen durch die Innenstadt Hamburgs, geführt durch unsere Hamburger Kollegen, folgte der offizielle Empfang im Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit Grußworten von Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde für Wissenschaft, Verkehr und Innovation), Dr. Ute Jäger (BVGD-Vorsitzende) und Dr. Christina Linger (Vorsitzende des Hamburger Gästeführervereins).

Am Nachmittag ging es in Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion um das Thema: „Was erwarten Reisende – vor allem aus asiatischen und arabischen Ländern – von Gästeführern und Tourismuseinrichtungen in Deutschland? Wo liegen die Chancen und Herausforderungen der Zukunft.“

Der Samstag stand ganz im Zeichen der JHV. Vereinsinterna, Satzungsänderung und Informationen für BVGD-Mitglieder standen auf dem Programm. Ebenso durften Workshops zu vier aktuellen Themen sowie die Sprechstunde der Kommission für Berufliche Bildung nicht fehlen.

Den Abschluss am Sonntag machte ein sehr interessanter Vortrag über „Hamburgs UNESCO-Welterbe – die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit Chilehaus“, gehalten von Dr. Ralf Lange (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Speicherstadtmuseum der Stiftung Historische Museen Hamburg).

Bei der Abstimmung über das Thema des Weltgästeführertags 2017 kam es zu folgendem Ergebnis:

     1. Kulturen verbinden: 200 Stimmen

     2. Reform: Zeit für Veränderung: 715 Stimmen

     3. „Die Welt ist ein Buch“: 295 Stimmen.


Die Mitglieder des Hamburger Gästeführerverein,
1. Vorsitzende Dr. Christina Linger (links vor der Fahne),
Dr. Ute Jäger Vorsitzende BVGD (rechts im Bild)

Die neue Rekordbeteiligung von ca. 300 Mitgliedern ist vielleicht auch dem äußerst ansprechendem Vor- und Nachprogramm zuzuschreiben. Bei den Angeboten – einer Stadtrundfahrt, die Besichtigungen des HSV Stadion und der Reeperbahn sowie einer Tagesfahrt nach Lübeck – fiel die Entscheidung schwer. Viele Teilnehmer nutzten auch das attraktive Nachprogramm mit vier Spezialführungen in Hamburg und einem Tagesausflug nach Sylt. Auch bei der Wahl der Locations für die Abendveranstaltungen bewies der Veranstalter ein glückliches Händchen.

Karin Seehofer


Wenn der Süden den „echten Norden“ besucht!


Rahmenprogramm anlässlich der JHV des BVGD in Hamburg vom 26. - 28. Februar 2016

Wir, eine Abordnung des Burghauser Gästeführervereins aus dem tiefsten Bayern, ließen es uns nicht nehmen der Einladung der Hamburger Kollegen zu folgen, und zur JHV des BVGD in den hohen Norden zu reisen.
Wir nutzten die Gelegenheit, im Rahmen des interessanten Vorprogramms auch die alte Hansestadt Lübeck zu besuchen und so für uns „fremde Kulturen“ noch besser kennen zu lernen.

Um zehn Uhr war Treffpunkt am Busbahnhof. Ein Kollege der Hamburger Gästeführer,Wolfgang Böge, und sein Sohn Jörn Böge, als unser Busfahrer, nahmen uns herzlich in Empfang. Bei der herzlichen Begrüßung der Kollegen wurden auch die „Kollegen mit Migrationshintergrund“ besonders erwähnt. Dies zielte wohl auf uns Bayern ab, was wir ihm aber nicht übel nahmen. Während der Fahrt stimmte uns Herr Böge auf das „Land zwischen den Horizonten“ ein. Alle waren ganz gespannt auf die „Zwei-Länder-Tour“. Gestartet wurde im Stadtstaat Hamburg und das Ziel war Lübeck in Schleswig-Holstein. Die Hintergrundinformationen über Schleswig-Holstein und seinen Nachbar Dänemark, stimmten uns auf die alte Hansestadt ein.

In Lübeck angekommen, erwarteten uns schon die drei Lübecker Kolleginnen: Frau Martina Krecker, Frau Behrje und Frau Ehlert. Los ging’s mit der hochinteressanten Führung durch die „Königin der Hanse“. Lübeck wurde 1987 als erste deutsche Stadt Weltkulturerbe der UNESCO und hat jetzt ca. 200.000 Einwohner. Die „Stadt der sieben Türme“, deren Silhouette geprägt wurde durch die fünf Hauptkirchen und das weltbekannte Holstentor, begeisterte durch seine unverwechselbare Architektur.

Die geographische Lage an der Trave, begünstigte die Entwicklung der Stadt als Ostseehafen und begründete ihren rasanten Aufstieg zum nordeuropäischen Machtzentrum im Mittelalter. Besonders hervorzuheben wäre die Kirche St. Marien mit ihrer beeindruckenden Höhe. Sie zählt, nach dem Ulmer Münster und dem Kölner Dom, zu den höchsten Kirchenbauten Europas. Ein elfgeschossiges Gebäude würde darin Platz finden! Diese Tatsache lässt den Besucher vor Ehrfurcht erstarren.

Trotz der „sprachlichen Barrieren“ konnten wir eine Gemeinsamkeit mit uns Burghausern feststellen: Die Stadt Lübeck galt mit ihren 18 m hohen Wällen, die die Stadt umgaben, als ebenso uneinnehmbar wie die Wittelsbacher Burg zu Burghausen.
Und wieder einmal bestätigte sich die Tatsache: An den bekannten Sehenswürdigkeiten kommt jeder Tourist vorbei, die „Marzipanstückchen“, wie zum Beispiel die engen und niedrigen Gänge und Gangbuden mit ihrer phantastischen Architektur im Verborgenen, erschließt sich einem nur durch die Begleitung mit einem qualifizierten Gästeführer.

Es war ein rundum gelungener Ausflug in den hohen Norden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Hamburger und Lübecker Kollegen für die Betreuung und diesen hochinteressanten Ausflug in den „echten Norden“.

Karin Seehofer
Burghauser Gästeführer e.V.


Weltgästeführertag 2016 – ein voller Erfolg


Burghauser Gästeführer sammeln Spenden für den guten Zweck


Beim Weltgästeführertag wenden sich professionelle Gästeführer an Einheimische, um ihnen, mit Spaß und Entdeckerfreude, ihre Region – kostenlos oder gegen Spende für bestimme Projekte – nahe zu bringen.

Von den insgesamt 205 Vereinen, die dem BVGD (Bundesverband Gästeführer Deutschland) angeschlossen sind, haben sich dieses Jahr am 21. Februar mehr als 80 Vereine am Weltgästeführertag beteiligt und eine stattliche Summe an Spenden gesammelt.

In Burghausen kamen bei regnerischem Wetter am Vormittag 44 Interessierte zum Weltgästeführertag, um an der Führung „Biergeschichten mit Pfiff“ teilzunehmen. Trotz widrigster Wetterverhältnisse gestaltete sich diese Führung von Jutta Öhler (als Marketenderin) und Brigitte Koller (als Magd) vom Burghauser Gästeführerverein e.V. spannend und lustig. Die anwesenden Besucher, überwiegend Burghauser, waren sehr interessiert und ließen sich gerne auf die Reise mitnehmen. In einer guten Stunde führten Jutta und Brigitte im Team abwechselnd durch die Biergeschichte Burghausens.


v. links: Brigitte Koller, das Wirtsehepaar Höcketstaller, Jutta Öhler

Zum Beginn am Stadtplatz gab es eine Erklärung, was Bier ist und wie Bier gemacht wird. Dabei gab es drei verschiedene Malzsorten zum Probieren / Knabbern. Damit wurden die Gäste schon gut auf das Thema Bier eingestimmt. Es folgte ein kurzer Überblick über das Bier durch die Jahrtausende bis zum Mittelalter, die Entstehung des Reinheitsgebots und die Bedeutung der Klosterbrauereien. Am Stadtplatz und beim Gang durch die Grüben und Messerzeile wurde über die verschiedenen Brauereien in Burghausen, über den vorgeschriebenen Schichtbetrieb und über die Art der Qualitätskontrolle berichtet. Zuletzt folgte eine kurze Zusammenfassung über das Bier während der beiden Weltkriege. Endlich konnte als Abschluss der entstandene Durst im Hotel Bayerischer Hof mit einem Pfiff, der etwas üppiger ausfiel, gestillt werden. Dabei wurde auch noch die eine oder andere Anekdote, wie z. B. die Geschichte der betrunkenen Igel in England, zum Besten gegeben. Die Rückmeldung der Gäste war durchweg positiv. Es wurde sehr gut aufgenommen, dass im Gegensatz zu den sonst präsentierten Führungen zum WGFT die Themenführung „Biergeschichten mit Pfiff“ auch über das ganze Jahr gebucht werden kann. Während der letzten Woche gab es noch Rückmeldungen von drei Gästen, dass sie großen Spaß bei der Führung hatten.

Am Nachmittag besserte sich das Wetter und so konnte die Führung von Ernst Mittermeier „Der Wöhrsee – ein Kleinod mitten in Burghausen“ trocken über die Bühne gehen.

Der Zuspruch war, trotz mehrerer zeitgleicher „Konkurrenzunternehmen“, überraschend hoch. 44 Erwachsene kamen, 30 von ihnen aus Burghausen, die übrigen aus Oberösterreich und dem nahen und ferneren Landkreis Altötting, z. B. aus Garching, Altötting, Erlbach. Einige von ihnen wurden durch Zufall auf die Führung aufmerksam und ließen sich gerne etwas über Burghausen erzählen. Es war eine interessierte und kundige Schar, sie erhielt wertvolle und neue Informationen über die gewaltige Schürfarbeit der Salzach, die „Geburt“ des Wöhrsees, die Geologie rund um den Wöhrsee, das historische Wehrsystem als Kulisse, interessante Details über alle Arten von Wöhrseebesuchern, über die Funktionen des Wöhrsees und das ökologische System Wöhrsee mit Vorsee und Wöhrbach. Auch amüsante Besonderheiten aus früheren Zeiten kamen nicht zu kurz. Am Schluss bekundeten mehrere Teilnehmer: „Für mich zählt der Wöhrsee zu den schönsten Seen Bayerns.“ oder „Der Wöhrsee ist das ganze Jahr hindurch Freude und Genuss!“

Im Anschluss an beide Führungen wurden die Spenden eingesammelt. Der gesamte Betrag kommt in diesem Jahr der SAPV (die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung für die Landkreise Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn) zugute. Die Einnahmen für die Bierverkostung wurden von der Wirtsfamilie Höcketstaller ebenfalls für den guten Zweck gespendet. Der Gästeführerverein rundete noch auf eine gerade Summe auf und so kam insgesamt die stolze Summe von 600,00 € zusammen.

Nicht zu vergessen, die Unterstützung des „InnSalzachKurier“ und Andrea Neumann, durch eine riesengroße Anzeige und Werbekampagne in der letzten Ausgabe, sowie die Vorberichterstattung durch den „Burghauser Anzeiger“.

Die Übergabe der Spende erfolgt am Freitag, den 18. März an die SAPV.

Allen Spendern auch an dieser Stelle noch einen herzlichen Dank!

Karin Seehofer


Pressemeldung im Cicerone Spezial vom Februar 2016



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 15.02.2016



Pressemeldung im InnSalzachKurier vom 04.02.2016



"Bestechende" Fortbildung auf der Burghauser Burg


Fortbildung Imker 2015

Am 10. August 2015 trafen sich einige Gästeführer mit Christian Müller, dem Imker auf der Burghauser Burg.
Der Treffpunkt war vor dem Benefiziatenturm. Christian Müller gab uns Einblick in die Imkerei heute, aber auch, was uns Gästeführer fast noch mehr interessierte, im Mittelalter.

Fortbildung Imker 2015

Er beantwortete geduldigst alle von uns gestellten Fragen und nach der Theorie erfolgte die praktische Demonstration an den Bienenstöcken
im Garten des Turms. Die Mutigen unter uns kleideten sich in Schutzanzüge, um das Treiben im Bienenstock auch aus nächster Nähe gefahrlos beobachten zu können. Zum Schluss konnten wir uns noch von der Süße und dem Wohlgeschmack des "Burghauser Burg Honigs" selbst überzeugen. Alles in allem wieder mal eine gelungene Fortbildungsmaßnahme.


Zahlreiche Besucher bei den Führungen zum Weltgästeführertag 2015

Bei strahlendem Sonnenschein fanden im Februar anlässlich des Weltgästeführertages zwei Gästeführungen zum Motto "Steine" in Burghausen statt. Dieses Motto ist in ganz Deutschland vom Bundesverband der Gästeführer Deutschland (BVGD) vorgegeben und es haben sich heuer wieder 94 Mitgliedsvereine aus dem ganzen Bundesgebiet daran beteiligt.

So auch der Burghauser Gästeführer e.V. mit einer Führung am Vormittag über den "Burghauser Panoramaweg". Hier konnten 26 Gäste von den Gästeführern Ernst Mittermeier und Hannelore Gruber begrüsst werden. Am Nachmittag gab Wolfgang Hopfgarnter in Raitenhaslach in der Klosterkirche und anschließend anhand seiner eindrücklichen privaten Steinesammlung vor 55 Gästen eine "steinreiche" Führung. Erstmals gab es heuer eine Kooperation mit dem Tittmoninger Gästeführerverein, wo die Führung zum Thema Steine am Sonntagnachmittag angeboten wurde. Durch diese Zusammenarbeit und die gemeinsamen Werbeaktionen konnten in Burghausen sogar Gäste aus Salzburg und Umgebung, Laufen und Oberndorf begrüsst werden.

Die Führungen beim Weltgästeführertag sind grundsätzlich kostenlos und sollen auf die umfangreichen Angebote und das große Wissen der Gästeführer in den einzelnen Teilnehmerorten aufmerksam machen. Allerdings darf man gerne zu Spenden für einen wohltätigen Zweck aufrufen und die Burghauser Gästeführer baten um Spenden für "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge", welche in Burghausen im Jugendgästehaus des Berufsbildungswerkes wohnen. 250 € wurden bereitwillig in die Sammelbox gegeben, das erfreute die Gästeführer und die Betreuer der Jugendlichen sehr, als die Spende jetzt persönlich überbracht wurde. Träger dieser Einrichtung des Jugendgästehauses des Berufsbildungswerkes ist die gemeinnützige "Dussmann KulturKindergarten GmbH" und es leben dort zur Zeit 8 unbegleitete minderjährige Jugendliche.


Weltgaestefuehrertag2015

Spendenübergabe (von links nach rechts):
Margret Schwiebacher (Vorsitzende Burghauser Gästeführer) Angelika Jilg und Jutta Öhler (Organisation WGFT), Faisal A.M. und Angela Umhau (Sozialpädagogin Jugendgästehaus)
Foto: Hannelore Gruber


Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 28.05.2015



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 10.12.2014



Berlin: Delegiertentagung der europäischen Gästeführer und BVGD-Jubiläum


BVGD-Jubilaeum2014

160 Gästeführer und Touristiker aus Deutschland und Europa haben im November in Berlin die 20-jährige Gründung des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland e.V. (BVGD) gefeiert. Das Jubiläum war eingebettet in die Delegiertentagung der European Federation of Tourist Guide Associations (FEG), die mehr als 60.000 Gästeführer in ganz Europa vertritt. Zur gleichen Zeit beging auch der Verband der Berliner Stadtführer sein 25-jähriges Jubiäum.

4 Vorstandsmitglieder des Burghauser Gästeführervereins e.V. flogen vom 20.11. - 22.11.2014 nach Berlin, um Burghausen bei der dort stattfindenden FEG Tagung und dem Jubiläum des BVGD zu vertreten.

In einem berufspolitischen Symposium zum Thema "Gästeührung heute und morgen - Chancen und Herausforderungen in einer globalisierten Welt" brachte der BVGD auch Tourismuspolitiker und Fachverände an einen Tisch.

In dieser Podiumsdiskussion wurde über die Zukunft der Gästeführungen unter dem Aspekt von Internetauftritt und Zuhilfenahme von Medien referiert.

Umrahmend präsentierte der Verband der Berliner Stadtführer in diesen 2 Tagen Berlin und Postdam in englischsprachigen Führungen. Es wurden die Städte Berlin und Potsdam in Stadtrundfahrten, der Reichstag, die Schlösser Sanssouci, das Neue Palais und Cäcilienhof besichtigt. Thema war natürlich auch der 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer, dessen erst wenige Tage vor der Tagung in Berlin gedacht wurde.

Abschluss des Aufenthaltes war ein Galaabend im Meistersaal mit Rahmenprogramm und Ehrungen.


Ein Besuch bei unseren Nachbarn - denn das Gute liegt oft so Nah


Burgkirchen

Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung statteten die Burghauser Gästeführer im Oktober der benachbarten Gemeinde Burgkirchen einen Besuch ab. Begrüßt von Ersten Bürgermeister Johann Krichenbauer und Ortsheimatpfleger Alois Remmelberger begann die spannende Zeitreise in der heutigen Ortsmitte beim Rathaus.
Sehr wenigen ist die weit zurückreichende Geschichte dieses Ortes, der lange Zeit rein landwirtschaftlich geprägt war, bekannt.

Vom 6. Jh. bis zum Anfang des 19. Jh. war unsere Heimat geprägt vom Feudalismus. Wenige Grundherren besaßen den Großteil der 226 Bauernhöfe in der Gemeinde, wie z.B. der bairische Herzog oder das Kloster Raitenhaslach.
Burgkirchen a.d. Alz wurde im Jahr 790 erstmals urkundlich erwähnt. Das Ende der Herrschaft der Agilolfinger und des selbständigen Herzogtums Bayern (788) veranlasste Bischof Arno von Salzburg, wegen der damals unsicheren Rechtslage ein Güterverzeichnis über die Besitzungen des Bistums Salzburg erstellen zu lassen. Im "Indiculus Arnonis", wie dieses Verzeichnis genannt wird, ist auch "Pohkirch" enthalten. Nicht eine Burg, sondern die Kirche bei den Buchen ist der Ursprung des heutigen Namens.
Die Kirche St. Johann In Burgkirchen wurde im Jahr 1477 errichtet.
Während der Ära Napoleons I. wird Burgkirchen a.d Alz 1808 selbständige Gemeinde. Mit dem Bau der Eisenbahn und einer Poststation beginnt in der rein ländlich strukturierten Gemeinde allmählich die Neuzeit. Reges Leben bringen ab 1912 die "Korrektion" der Alz und 1916 bis 1922 der Bau des Alzkanales. Beide Maßnahmen sind die Voraussetzung für die Errichtung der chemischen Industrie und bringen den Fortschritt und den Wohlstand in das Alztal.
Die heutige Ortsmitte bestand bis ins 20 Jh. überwiegend aus einigen großen Bauerngütern. Erst mit dem Bau des ehemaligen Werkes Gendorf ab 1939 begann ein grundlegender Strukturwandel. Die rein landwirtschaftlich geprägte Gemeinde entwickelte sich zu einer modernen Industriegemeinde.

Diese geschichtlich kurze Zeitspanne darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Burgkirchen a.d. Alz in einem Raum uralter Besiedelungsgeschichte liegt, die über 6000 Jahre in die Vergangenheit zurückreicht. Archäologische Grabungen belegen eine Besiedelung zur Zeit der "Münchshöfener Kultur", die heute in die Zeit ab ca. 4500 bis 4000 v. Chr. datiert wird, über die Bronze-Hallstatt- und Latènezeit, bis hin zur Römer- und Merowingerzeit.

Am Beginn des Planetenweges, welcher einen schönen Blick über das Alztal gewährt, erfuhren wir die Geschichte der Alzbauern und ihrer lebenslangen Rente. Der Name Alz leitet sich ab aus dem keltischen Wort "Alt", was so viel wie "Fluss, der zwischen hohen Ufern fließt" bedeutet.

Der Planetenweg ist ein verkleinertes Abbild des Sonnensystems. Die einzelnen Modelle sind in Größe und Abstand maßstabsgetreu (1:1 Mrd.). Jeder Millimeter entspricht 1.000 Kilometer im Weltall.

Mit dem Kulturprojekt "Planetenweg" wurde der Hauptpreis in der Kategorie "Erfolgreiche Bürgerbeteiligung" im Agenda-21-Prozess gewonnen.
Übrigens ein echter Teil eines Meteoriten aus dem Asteroidengürtel ist bei der Station am Bürgerzentrum zu besichtigen.

Am Planetenweg startet auch der Burgkirchener Geschichtsweg, welcher mit der Steinzeit beginnt. 1971/72 wurde auf der Oberen Terrasse die einzige jungsteinzeitliche Siedlung im Landkreis Altötting entdeckt. Sie gehörte zur Münchshöfener Gruppe. Gefunden wurden viele Keramikscherben mit der charakteristischen Strichbandornamentik, aus Silex gefertigte Pfeilspitzen, Stichel, Schaber, Abschläge, Klopfsteine, zwei Löffel und ein vollständig erhaltenes kleines Gefäß.

Mitten im Wald zwischen Holzen und Höresham bewacht ein 3 m hoher Kelte mit dem berühmten norischen Eisenschwert ein Hügelgrab aus der Hallstattzeit. Hier finden sich viele Grabhügel aus der Hallstatt- und Latènezeit.
Ein Teil der Gräber wurde 1958/59 durch das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege ausgegraben. Hierbei wurden neben Skeletten Grabbeigaben wie Tongefäße, ein eisernes Langschwert und ein eisernes Hiebmesser gefunden.

Zwischen den Weilern Höresham und Gufflham (bajuwarischen Ursprungs) finden wir eine Geschichtstafel mit Hinweis auf die Bajuwarenzeit.
Die Kenntnisse über die Bajuwaren in Burgkirchen beruhen auf Funden aus sog. "Reihengräberfeldern" in Gendorf und Gufflham. Im 5. und 6. Jahrhundert war es Sitte, die Toten unverbrannt und auf dem Rücken in West-Ost-Lage liegend in zu Reihen geordneten Gräbern beizusetzen. 1970/85 wurden in Gendorf 30 Gräber untersucht.

Die Fundstücke sind in den umliegenden Museen, so z.B. auch in Burghausen im Heimatmuseum zu besichtigen.

Ein römischer Meilenstein aus Untersberger Marmor erinnert an die ehem. Villa Rustica aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr., die 1988 - 90 in Höresham ausgegraben wurde Das Herrenhaus war 23 m lang und 22 m breit. Weiter wurde ein Teil der Umfassungsmauer freigelegt. Den hohen Stand der Bautechnik dieser Zeit zeigt die im Gebäude befindliche Fußbodenheizung, das sogenannte Hypocaustum.
Nach Stand der Ausgrabung wurde das Gebäude nicht fertiggestellt.
Es wird angenommen, dass es im Zuge der Alamanneneinfälle ab dem Jahr 233 n. Chr. noch im Rohbau aufgegeben wurde.

Auf unserem Weg nach Margarethenweg kommen wir in Gufflham an einer stattlichen Villa vorbei, in welcher sich in den 30iger Jahren Heinrich Hoffmann, der Fotograf Hitlers niederließ, welcher hier, Gerüchten zufolge, auch des öfteren Hitler begrüßte.
Heute ist der Gutshof im Besitz der Familie von Tucher, welche uns als Brauerei bekannt ist.

Zuletzt erreichen wir Margarethenberg. Wir hören von Grafen, die sich hier eine Burg errichteten und einem Markt. Nach dem Aussterben des Grafengeschlechtes wurde dieser Markt nach Gern verlegt (Gerner Dult!).
Ritter Pabo erinnert an die Errichtung der ersten Kirche auf dem Margarethenberg im 8. Jahrhundert.
Umfangreiche Grabungen in den Jahren 1984/85 auf dem Magarethenberg dokumentieren die Besiedelung dieses Platzes von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Im 15. Jh. wurde in Margarethenberg an Stelle eines vorhandenen romanischen Gotteshauses eine gotische Kirche (1406) erbaut.

Von der Fülle an Geschichte in Burgkirchen überwältigt und mit vielen Eindrücken ging es von Margarethenberg zurück nach Burghausen.


Auf Fortbildung in Regensburg, Abensberg und Straubing


Mitte August unternahmen die Burghauser Gästeführer einen zweitägigen Fortbildungsausflug nach Regensburg, Abensberg und Straubing. Erste Anlaufstelle war die Boomtown des Mittelalters - Regensburg. Hier ging es zuerst in die derzeit stattfindende Landesausstellung "Wir sind Kaiser", welche in einer detaillierten Führung erklärt wurde.
Anschließend stand eine Führung durch die Altstadt in Regensburg auf dem Programm. In Begleitung einer sachkundigen Gästeführerin ging es durch enge Gassen und weite Plätze, man hörte die Geschichte und Geschichten einer zweitausend Jahre alten Stadt kennen, schnupperten das Flair der "nördlichsten Stadt Italiens". Der Rundgang wartete auch mit verschiedenen Überraschungen auf. Dazu gehörte u.a. der Besuch der ältesten Bohlenstube Regensburgs aus dem Jahre 1260. Übernachtet wurde dann im schönen Abensberg, der Heimat von Aventinus, dem Vater der bayerischen Geschichtsschreibung, welcher uns in Burghausen als Erzieher der Prinzen Ernst und Ludwig auf der Burghauser Burg bekannt ist.
Am nächsten Morgen begleitete uns ein Gästeführer durch Abensberg und erklärte uns die facettenreiche Geschichte und die bewegende Gegenwart. Natürlich durfte auch ein kurzer Besuch des "Hundertwasserturms" nicht fehlen; ein Architekturprojekt nach Friedensreich Hundertwasser.
Unsere Heimfahrt führte über Straubing, wo wir bereits von einer kompetenten Gästeführerin erwartet wurden. Mit dem Besuch des Ursulinenklosters mit seiner wunderschönen Klosterkirche, ein Abstecher in das Gäubodenmuseum, welches eine hervorragende vor- und frühgeschichtliche Sammlung beherbergt sowie der Besuch des Karmelitenklosters in Straubing endete der zweitägige Ausflug mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen.

Abensberg01 Abensberg02

Abensberg03 Abensberg04

Abensberg05 Abensberg06


Pressemeldung im Wochenblatt vom 18.06.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 01.04.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.03.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 28.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 23.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 22.02.2014



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 15.02.2014



Gästeführer brauen ihr eigenes Bier

Am 21. Dezember 2013 trafen sich der Vorstand und einige Mitglieder zum Bierbrauen. Eine völlig neue Erfahrung! Herr Dummer als gelernter Bierbrauer wies uns in diese Kunst ein. Neben der Praxis konnte auch sehr viel Theorie vermittelt werden. Gerade im Hinblick auf die neue Themenführung: Bierführung mit Pfiff konnten wir diese Veranstaltung als genial verbuchen

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Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 21.05.2013



Pressemeldung im Internet von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH vom 26.01.2012



Pressemeldung im Alt-Neuöttinger Burghauser Anzeiger vom 18.10.2010 und im Cicerone Spezial